Thailand #7 – Krabi und Koh Phi Phi

In Krabi angekommen ging das bekannte Spiel wieder los, dass der Taxifahrer Probleme hatte unsere Unterkunft zu finden. Dank Handy und GPS aber kein Problem. Wir luden unser Gepäck in dem recht kleinen Zimmer ab, erkundeten uns etwas über mögliche Aktivitäten und gingen dann auf die Suche nach einem Restaurant entlang des Pak Nam Rivers. Johannes und ich wagten uns an ein grünes Currygericht. Es war dermaßen scharf, dass Johannes frühzeitig aufgeben musste. Unsere schweißüberströmten und schmerzverzerrten Gesichter sorgten auf jeden Fall für Erheiterung bei der Bedienung.
Am nächsten Morgen machten Johannes und ich uns auf zum Tiger Cave Temple, Anki verzichtete und relaxte im Hotelzimmer. Wir fuhren mit dem Taxi ein kleines Stück aus der Stadt hinaus, dann war Muskelkraft gefragt. Über 1200 Stufen, die teilweise recht schmal und gerne mal doppelt so hoch wie die gemeine deutsche Stufe waren, führten zum Tempel hinauf. Die steile Treppe entlang der Felswand war immer wieder von Affen belagert, die dankend alles an sich nahmen, was Touristen vor Schreck fallen ließen, kaum dass sich die Affen etwas bewegten.
Oben angekommen konnte man eine schöne Aussicht und vor allem eine sanfte Brise genießen, der Tempel selbst war nicht wirklich den Aufstieg wert.

Johannes beim Meet and Greet mit den Affen

Johannes beim Meet and Greet mit den Affen

Aussicht vom Tiger Cave Temple

Aussicht vom Tiger Cave Temple

Posen mit goldenen Buddhas beim Tiger Cave Temple

Posen mit goldenen Buddhas beim Tiger Cave Temple


Wieder unten angekommen gönnten wir uns eine kleine Erfrischung durch einen leckeren Fruchtshake. Auch die Affen waren auf Abkühlung aus und schwammen und tauchten in einem kleinen Pool, der vielleicht früher mal als Springbrunnen gedient hatte. Ab und zu konnten sie natürlich auch den Touristen einen Shake entwenden. Wir gingen etwas in den Wald, der sich tief zwischen den hohen Felsen befand. Dort gab es riesige Bäume, Höhlen und Anbetungsstätten zu sehen.
Dieses Bild vermittelt vielleicht wie steil die Treppe zum Tempel war

Dieses Bild vermittelt vielleicht wie steil die Treppe zum Tempel war

Und dieses Bild vielleicht wie groß die Bäume waren

Und dieses Bild vielleicht wie groß die Bäume waren


Danach fuhren wir zurück in die Stadt, sackten Anki ein und zogen an den Ao Nang Strand. Dort aßen wir zu Mittag und fuhren dann mit einem kleinen Boot an einen etwas abgelegeneren Strand, Railay Beach. Viel mehr als in der Sonne räkeln taten wir hier nicht. Als sich die Sonne allmählich dem Horizont näherte, kehrten wir in unser Hotel zurück.
Am Railay Beach

Am Railay Beach

Anki genießt einen Shake am Railay Beach

Anki genießt einen Shake am Railay Beach

Zurück am Ao Nang Beach schauten wir uns noch den Sonnenuntergang an, dann gings zurück ins Hotel

Zurück am Ao Nang Beach schauten wir uns noch den Sonnenuntergang an, dann gings zurück ins Hotel


Am nächsten Morgen wurden wir von einem Minibus abgeholt und zum Hafen gebracht, von dort ging es mit der Fähre weiter nach Koh Phi Phi, einer kleinen Insel. Das Zentrum der „Stadt“ auf dieser Insel liegt auf einer schmalen Sandbank, zu beiden Seiten Strände. Unser Hotel hatten wir schnell gefunden und dann zog es uns auch erstmal wieder an den Strand. Der war an sich recht schön, nur leider wegen des seicht abfallenden Meeresbodens bei Ebbe zum Schwimmen nicht geeignet.
Abends gingen wir in ein Restaurant auf einem kleinen Vorsprung, von wo aus man sehr schön den uns noch unbekannten Strand auf der anderen Seite der Insel überblicken konnte. Ein angenehmer Bass und bunte Lichter drangen vom Strand zu uns vor, wir wurden davon wie Motten vom Licht angezogen und läuteten damit den Anfang vom Ende ein. Eine Strandbar, Quelle der massierenden Tieftöne, bot Longdrinks in kleinen Eimerchen zum Spottpreis an. Allein schon um Geld zu sparen, mussten wir die kaufen! Wir entschieden uns für je ein Eimerchen Gin Tonic pro Kopf und gingen davon aus, dass bei diesem Preis vor allem Eiswürfel im Drink wären. Aber weit gefehlt! Zwei volle Kaffeetassen Gin fanden ihren Weg in jedes Eimerchen. Direkt am Strand waren auch noch Tische zum Beer-Pong spielen aufgebaut. Damit war dann auch klar, wohin der Abend führen würde.
Wir feierten ausgelassen und irgendwann war Anki verschwunden. Johannes und ich dachten uns nichts dabei, sie hatte im Hotel ihr eigenes Zimmer und wir vermuteten, dass sie einfach genug gehabt hat und ins Bett gegangen war. Ein, zwei Stunden später war auch Johannes verschwunden und ich vermutete bei ihm dasselbe. Allerdings hatte ich den Schlüssel zu unserem Zimmer. Vermutlich würde er Anki schon wach bekommen und bei ihr schlafen können oder zurückkommen. Als ich zwei Stunden später zum Hotel ging, es waren von der Bar gerade mal 600 m, kam mir Johannes auf der Straße entgegen, froh mich gefunden zu haben, und wollte wissen wo denn unser Hotel war. Er war die letzten zwei Stunden über die Insel geirrt und hatte es nicht finden können. Es war keine große Straße, an der man sich orientieren oder ein Taxi herbeirufen konnte, vorhanden, so etwas gab es auf der Insel schlicht nicht. Und den Namen des Hotels wusste er auch nicht, um sich durchfragen zu können. Na ja, wir standen quasi schon vor dem Hotel und er war froh endlich ins Bett gehen zu können. Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass Anki eine ähnliche Odyssee hinter sich hatte. Die beiden waren übrigens jeweils einfach gegangen, weil sie dachten, sie wären die letzten von uns auf der Party. Ein Hoch auf den Alkohol!
Der Kater bei 35 Grad ohne Klimaanlage, gerade mal mit einem kleinen Ventilator im Zimmer, wurde schnell zur Qual. Anki, noch die fitteste von uns, rettete Johannes und mir das Leben indem sie sich raus auf die Straße traute und uns Pizza und kalte Cola brachte. Genau das Richtige nach so einer Nacht!
Den Tag über waren wir zu nicht viel in der Lage. Gegen Abend erklommen wir noch einen kleinen Hügel, von welchem man eine gute Sicht auf die Insel und den Sonnenuntergang hatte. Ab und zu drang mit einer leichten Brise wieder die Musik vom Strand an unser Ohr, dieses Mal musste die Party aber definitiv ohne uns stattfinden.
Abendliche Aussicht über Koh Phi Phi

Abendliche Aussicht über Koh Phi Phi


Am nächsten Tag wechselten wir kurz das Hotel, dann lebten wir das typische Urlaubs-Inselleben. Johannes und ich wanderten noch ein kurzes Stückchen zu einem anderen, etwas entlegeneren Strand, der sich vor allem dadurch auszeichnete, dass das Wasser hier schnell ziemlich tief wurde und man so auch bei Ebbe noch problemlos schwimmen konnte.
Küste von Koh Phi Phi

Küste von Koh Phi Phi

Fast schon wie ein Strand aus dem Katalog

Fast schon wie ein Strand aus dem Katalog


Tagsdrauf hatten wir früh um 6 Uhr am Morgen ein privates kleines Boot gemietet, um vor den Touristenmassen zu einer Miniinsel in der Nähe zu fahren, auf der große Teile von „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio gedreht wurden, unter anderem war hier eben der Strand.
Leider war es etwas bewölkt, aber das klare Wasser rund um die Insel hatte trotzdem eine schöne Farbe. Wegen der Ebbe konnten wir mit dem Boot nicht direkt an den Strand fahren und mussten noch ein ganzes Stück im seichten Wasser über totes Korallenfeld laufen.
Auf dem Weg zum Strand nutzte Anki manchmal die Gelegenheit, sich zu setzen

Auf dem Weg zum Strand nutzte Anki manchmal die Gelegenheit, sich zu setzen

Der Bootsfahrer wollte uns noch irgendwelche Tickets verkaufen, die man angeblich brauchte, um das Naturschutzgebiet auf der Insel betreten zu können. Wir hielten das für einen schlechten Versuch noch etwas mehr Geld an uns zu verdienen und lehnten ab. Wie sich später herausstellte, hätte man das Ticket wohl tatsächlich lösen müssen. Wegen der frühen Uhrzeit wurden wir aber nicht kontrolliert 🙂
Nach ein paar Metern durch etwas Wald waren wir schon auf der anderen Seite der Insel angelangt, außer schönem Wasser gab’s hier nicht viel zu sehen. Nach etwas Relaxen am Strand stiegen wir wieder ins Boot, fuhren um die Insel, klapperten ein paar schöne Buchten ab, sprangen einmal zum Schnorcheln ins Wasser, was wegen Nesselplankton im Wasser aber schnell unangenehm wurde, auch wenn die Unterwasserwelt mit vielen bunten Fischen schön anzusehen war. Am frühen Mittag waren wir zurück auf Koh Phi Phi, schnappten unsere sieben Sachen und nahmen eine Fähre zur nächsten Insel. Koh Lanta war unser Ziel.
Kleiner Spaziergang durch den Wald auf der "The Beach"-Insel

Kleiner Spaziergang durch den Wald auf der “The Beach”-Insel

Mit dem Longtail-Boot umrundeten wir die Insel

Mit dem Longtail-Boot umrundeten wir die Insel

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