Thailand #8 – Koh Lanta und Koh Tao

Die Geschichte von Koh Lanta ist schnell erzählt. Wir hatten bloß zwei Nächte auf dieser Insel gebucht und von daher sowieso nicht viel Zeit, hatten uns aber trotzdem schon ein paar Ausflüge zurecht gelegt. Auf der Fahrt vom Hafen zum Hotel lernten wir einen Deutschtürken kennen, der hier vor vielen Jahren ein Stück Land gekauft hatte und jetzt bloß mal nach dem Rechten schauen wollte und sich über die steigenden Grundstückpreise freute.
Das Hotelzimmer war richtig schön, groß und sauber, dazu kam ein gewaltiger Balkon mit Ausblick zum Meer hin, vom Meer konnte man aber ehrlicherweise wegen der unzähligen Palmen nicht viel sehen. Wir gingen lecker essen, entspannten danach kurz im Hotel und schauten nochmal wann man wie wo was am nächsten Tag am besten machen könnte und gingen dann an den Strand. Wir schlenderten wieder etwas umher, sahen uns den Sonnenuntergang an und kehrten dann in einem Restaurant am Strand ein.
Irgendeines der beiden Restaurants, die wir an diesem Tag aufsuchten, hatte offenbar ein kleines Hygieneproblem in der Küche und bescherte uns allen schöne Stunden im Badezimmer. Bei Johannes ging’s in der Nacht los, bei mir am Morgen und bei Anki am Abend. So entstand immerhin kein Stau vorm Bad. Wir verbrachten also den ganzen Tag angeschlagen im Hotelzimmer und freuten uns daher umso mehr über das gute Zimmer.

Unser geräumiges Hotelzimmer auf Koh Lanta

Unser geräumiges Hotelzimmer auf Koh Lanta

Und der riesige Balkon!

Und der riesige Balkon!

Sonnenuntergang auf Koh Lanta

Sonnenuntergang auf Koh Lanta

Am Morgen darauf wollten wir nach Koh Tao reisen, um dort einen Tauchkurs zu beginnen. Gebucht und angezahlt war schon. Anki ging es morgens noch so schlecht, dass sie überlegte, am nächsten Tag nachzureisen. Davon waren wir nicht so begeistert, außerdem hätte sie dann vermutlich den Tauchkurs nicht machen können. Wenn wir bei ihr bleiben wollten, würde wohl auch für uns der Tauchkurs platzen. Andererseits standen uns ca. 12-13 Stunden Reise bevor, verständlich, dass man darauf mit Magenproblemen keine Lust hat. Wir spielten verschieden Szenarien durch, letztendlich konnten wir sie überzeugen mit uns die Reise anzutreten, es war ja schließlich auch eine ärztliche Rundumbetreuung vorhanden 😉
Das Reisen mit verschiedenen Fähren und Bussen war anstrengend, auch für Johannes und mich, wir waren schließlich auch noch nicht wieder vollkommen genesen. Wir kamen aber problemlos auf Koh Tao an. Johannes und ich machten uns noch auf die Suche nach einem halbwegs magenfreundlichen Abendessen, Anki passte. Natürlich landeten wir in einem Restaurant, in dem es kostenlos zum Essen Sangria gab. Was für eine Probe für den Magen! Bestes Timing. Johannes hatte seinen Drink schnell geleert und konnte danach auch noch grinsen, ich beendete den Versuch nach zwei Schlücken.
Am nächsten Morgen stellten wir uns bei der Tauchschule vor. Im Paket für den ersten Tauchschein war auch die Unterkunft enthalten. Wir zogen um, hatten eigentlich einen Bungalow für uns, mussten aber die ersten zwei Nächte in anderen, schicken Zimmern schlafen. Ein kleiner Pool war auch direkt um die Ecke.
Am Nachmittag kurze Vorstellungsrunde in der Tauchschule, mit uns waren drei weitere im Anfängerkurs. Danach schnorchelten wir erstmal eine kleine Runde am Strand. Die Tauchlehrerin konnte sich so davon überzeugen, dass wir schwimmen können und zudem sollte für Unerfahrene so eine Möglichkeit geschaffen werden, das Atmen nur durch den Mund mit dem Gesicht im Wasser zu üben. Wir hatten bei einer deutschen Tauchschule gebucht und so spielte sich eben alles sehr korrekt ab. Beim Schnorcheln konnte uns unsere Lehrerin auch schon ein Seepferdchen direkt am Strand zeigen. Danach gab’s Lehrvideos und etwas Unterricht, ganz so wie in der Fahrschule. So gestalteten sich die nächsten Tage mit Hausaufgaben, Theorie- und Praxisunterricht. Die ersten Tauchgänge fanden im seichten Wasser am Strand statt, hierbei mussten wir auch einige Übungen unter Wasser absolvieren. An die Tauchgänge schloss sich abends oft ein gemeinsames Essen und natürlich ein Bierchen an, das sogenannte Dekompressionsbier. Von der Insel selbst sahen wir nicht wirklich viel, weil wir eigentlich immer beschäftigt waren. Einmal hatten wir einen Nachmittag frei, Johannes und ich sprangen in den Pool und wurden dort von der Tauchlehrerin, die in derselben Anlage untergebracht war, auf ein Bier verführt. Damit hatten sich dann auch Überlegungen, die Insel eventuell noch etwas zu erkunden, auch erledigt.
Am vierten Kurstag fuhren wir endlich mit dem Boot raus. Die Tauchschule hatte ihre eigenen Boote mit den wohlklingenden Namen „Dei Mudda“ und „Dei Mudda 2“.
Dei Mudda 2 im Hafen von Koh Tao

Dei Mudda 2 im Hafen von Koh Tao


Das Wasser um Koh Tao war unglaublich klar und voller bunter Fische, wirklich ein schöner Platz zum Tauchen. Einmal bekamen wir auch eine Schildkröte zu Gesicht. Anki hatte etwas Probleme mit dem Druckausgleich und nutzte die Gelegenheit, sich das Trommelfell zu sprengen, wie das Blut auf dem Kopfkissen am nächsten Morgen eindrücklich belegte. Bei den letzten Tauchgängen, bei denen auch eine Kamerafrau dabei war und ein Abschlussvideo drehte, war sie daher leider nicht dabei. Aber keine Sorge, es geht ihr gut.
Am Abend gingen wir noch einmal alle zusammen essen und begossen darauf etwas unseren erfolgreich abgeschlossenen Kurs. Am nächsten Morgen machten wir uns auf den langen Weg nach Bangkok.
An den Augen eindeutig zu erkennen, das bin ich beim Tauchen

An den Augen eindeutig zu erkennen, das bin ich beim Tauchen

Teilweise war es wie im überfüllten Aquarium

Teilweise war es wie im überfüllten Aquarium

Barracuda-Schwarm

Barracuda-Schwarm

Engelfisch

Engelfisch

Einer von vielen riesigen Zackenbarschen

Einer von vielen riesigen Zackenbarschen

Fahnenfisch

Fahnenfisch

Blaupunktrochen

Blaupunktrochen

Die versammelte Mannschaft nach dem letzten Tauchgang

Die versammelte Mannschaft nach dem letzten Tauchgang

One thought on “Thailand #8 – Koh Lanta und Koh Tao

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